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Forschung fördert Fortschritt

PermanEnt – Performance-Überwachung Effizient Integriert

Wettbewerbsfähigkeit ist mit Entwicklung verbunden. Wir investieren in neue Prozesse & Technologien. Ausdruck findet das im Forschungsprojekt PermanEnt des Bundesforschungsministeriums.

Der wirtschaftliche Softwareentwicklungsprozess stellt immer eine Balance zwischen Produktqualität und Entwicklungsaufwand dar. Durch automatisierte Werkzeuge kann der Entwicklungsaufwand verringert und dadurch höhere Qualität wirtschaftlich sinnvoll erreicht werden. Die funktionale Stabilität eines Projektes ist von hoher Bedeutung, gerade bei größeren Projekten ist sie jedoch zunehmend schwierig sicherzustellen. Deshalb wurde eine Reihe Werkzeuge entwickelt (im Java-Umfeld Jenkins, Maven SureFire, JUnit, …) um möglichst frühzeitig unbeabsichtigte Regressionen (=Verschlechterungen) festzustellen. Der hohe Grad der Automatisierung ermöglichte in der Folge die Anwendung von automatisierten Tests auch bei kleineren Projekten, sodass die Qualität der Softwareprodukte auch bei solchen stieg, die nicht als kritisch eingestuft werden.

Eine weitere Dimension der Softwarequalität ist die Laufzeitperformance. Dort, wo diese kritisch ist, werden bereits sporadisches oder automatisiertes Monitoring eingesetzt, teilweise auch Regressionstests während des Entwicklungsprozesses. PermanEnt stellt eine Automatisierung dieses Prozesses dar: Aufbauend auf den verbreiteten Methoden der funktionalen Unit-Tests und ihrer Integration in den Entwicklungsprozess (CI), soll eine höhere Codequalität für viele solcher Projekte erreicht werden, für die automatisierte Performance-Überwachung bisher nicht wirtschaftlich war. Dabei werden die funktionalen Unit-Tests zu Performance-Tests erweitert und durch eine Erweiterung des Jenkins automatisiert getestet. Peass-CI-Plugin für Jenkins Server
Die Ergebnisse informieren dann über mögliche Regressionen der Performance.

Zusätzlich wird der Aufrufbaum analysiert und kombiniert mit den tatsächlichen Codeänderungen eine Ursachenanalyse erstellt, um die Softwareentwickler weiter zu unterstützen.
Die entwickelten Technologien bauen dabei maßgeblich auf den Arbeiten von David Georg Reichelt von der Universität Leipzig auf.

Konkret werden die Technologien anhand dreier aktiver Entwicklungsprojekte bei den Forschungspartnern erprobt: dem Hamburger Fahrgastleitsystem der HBT GmbH, dem Immobilieninformationssystem von GeoMap durch evermind GmbH und dem Android-Management-System durch IOTIQ.

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2020 ITEA Award of Excellence für EU-Projekt Flex4Apps

evermind war als Projektpartner im EU-Verbundprojekt „Flex4Apps“ tätig und das Projekt erhielt 2020 den ITEA Award of Excellence.
Till S. Witt, Project Manager Flex4Apps und Nick Boucart, Sirris mit dem ITEA Award Zertifikat

Till S. Witt und Nick Boucart, Project Managers Flex4Apps
mit dem ITEA Award Zertifikat

In Flex4Apps befassten wir uns mit einer Plattform für Anwendungs- und Infrastruktur-Flexibilität in Cyber-Physical Systems. Gemeinsam mit Datastories International, Fraunhofer, Genode Labs GmbH, HiConnect, Inventive Designers, NXP SemiConductors, SIRRIS, Survey Anyplace und T-Systems Multimedia Solutions wurde von 2016 bis 2019 erfolgreich im ITEA-Verbundprojekt geforscht und gearbeitet.

Die Konvergenz von Cloud-, Kommunikations- und IoT-Infrastruktur sowie der Trend zu virtuellen Anwendungen (z.B. Migration von Software in die Cloud) stellen Anwendungsentwickler und Infrastrukturanbieter vor neue Herausforderungen. Die resultierenden Systeme sind vielschichtig und bestehen aus dynamischen Ressourcen, durch die mögliche Probleme verdeckt werden. Dies schafft die Anforderung an flexible Monitoring- und Optimierungsmethoden. Das Flex4Apps-Projekt befasst sich mit den Herausforderungen der Überwachung und Optimierung großer, verteilter, cyberphysikalischer Systeme.

Im Rahmen des Projektes wurden drei unterschiedliche use-cases betrachtet:

* Überwachung großer heterogener Infrastrukturen
* datengesteuertes Produkt- und Wachstumsmanagement für saas
* Datenanalytik als Katalysator für optimierte und automatisierte Prozesse in verteilten CPS 

Mehr zum Projekt nachlesen unter: https://itea3.org