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Das BIM-Netzwerk schließt erfolgreich das 2. Jahr ab

Wie bei so vielen Projekten waren Präsenzveranstaltungen auch für das BIM Kompetenz- und Technologiezentrum 2020 nicht möglich. Aufgrund der Vielzahl der Partner des von der evermind koordinierten BIM-Netzwerks fand allerdings bereits schon seit der Initiierung 2018 ein Großteil der Kommunikation digital statt. So konnten auch in der 2. Phase des BIM Kompetenz- und Technologiezentrums die bestehenden Themen und neue Projekte kontinuierlich fortgeführt werden. Im Ergebnis befinden sich drei weitere Forschungs- und Entwicklungsprojekte in der Antragsphase und zehn neue Partner sind aufgenommen, womit das Netzwerk nun bereits sechs Praxisprojekte und 19 Partner vorweisen kann.

Bereits gestartet ist das Projekt Indoor Blinden Navigation, in welchem auf Basis von BIM-Modellen und semantischen Informationen ein alltagstaugliches Navigationssystem für sehbehinderte Menschen aufgebaut werden soll. Beim Projektträger ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) sind die Anträge für die Projekte IoT Sensor-Gateway und BIM2Fabrik in der Prüfung. Bei beiden geht es um die Digitalisierung und Optimierung von Planungs- und Bauprozessen, einerseits durch die Verbindung eines BIM‐konformen Bauwerksmodells und einem Modell des Sensornetzes, andererseits durch einen prozessorientierten BIM-Systembaukasten für die Fabrikplanung. Die Ergebnisse liefern voraussichtlich auch wertvolle Daten und Erfahrungen für die spätere Bewirtschaftung.

Im Februar 2021 sind zwei weitere Projekte konzipiert und können an das ZIM weitergereicht werden: Das BIM-basierte Handwerker-Assistenzsystem für Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie ein Projekt zur automatisierten (Messdaten- und Modell-basierte) Baufortschritts- und Qualitätskontrolle. Das jüngste Thema Digitale Repräsentation juristischer und technischer Dokumente als Basis zur automatisierten Prüfung von BIM-Modellen befindet sich in der Feinplanung und wird im Frühjahr eingereicht.

Weitere Projektideen, wie zur Optimierung bei der Aufnahme von Bestandsdaten, zu mehr Nachhaltigkeit im Bauprozess oder einem Human BIM Interface, liegen außerdem in der Schublade. Für das Management von Immobilienportfolios sucht speziell Keßler Solutions noch zwei weitere starke Partner aus dem Bereich Investment und Portfolio! 2021 ist das vorerst letzte Jahr, in dem Projektideen beim ZIM eingereicht werden können. Ein wichtiger Meilenstein im zweiten Halbjahr wird deshalb auch die Entscheidung zur Zukunft des BIM Kompetenz- und Technologiezentrums und dessen Fortführung als Institution sein.

Unternehmen und Institutionen, die sich noch aktiv beteiligen möchten, können sich weiterhin beim Netzwerk melden. Vorerst wird ein Kennenlernen leider nur digital machbar sein. Sobald es möglich ist, wird es dann aber bspw. den Nachholtermin für das öffentliche Fachgespräch „Building Information Modeling zwischen Vision und Praxis“ in Leipzig geben.

Weitere Informationen und Kontakt zu dem BIM Kompetenz- und Technologiezentrum auf https://bim-technologie.de

 

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Forschung fördert Fortschritt

PermanEnt – Performance-Überwachung Effizient Integriert

Wettbewerbsfähigkeit ist mit Entwicklung verbunden. Wir investieren in neue Prozesse & Technologien. Ausdruck findet das im Forschungsprojekt PermanEnt des Bundesforschungsministeriums.

Der wirtschaftliche Softwareentwicklungsprozess stellt immer eine Balance zwischen Produktqualität und Entwicklungsaufwand dar. Durch automatisierte Werkzeuge kann der Entwicklungsaufwand verringert und dadurch höhere Qualität wirtschaftlich sinnvoll erreicht werden. Die funktionale Stabilität eines Projektes ist von hoher Bedeutung, gerade bei größeren Projekten ist sie jedoch zunehmend schwierig sicherzustellen. Deshalb wurde eine Reihe Werkzeuge entwickelt (im Java-Umfeld Jenkins, Maven SureFire, JUnit, …) um möglichst frühzeitig unbeabsichtigte Regressionen (=Verschlechterungen) festzustellen. Der hohe Grad der Automatisierung ermöglichte in der Folge die Anwendung von automatisierten Tests auch bei kleineren Projekten, sodass die Qualität der Softwareprodukte auch bei solchen stieg, die nicht als kritisch eingestuft werden.

Eine weitere Dimension der Softwarequalität ist die Laufzeitperformance. Dort, wo diese kritisch ist, werden bereits sporadisches oder automatisiertes Monitoring eingesetzt, teilweise auch Regressionstests während des Entwicklungsprozesses. PermanEnt stellt eine Automatisierung dieses Prozesses dar: Aufbauend auf den verbreiteten Methoden der funktionalen Unit-Tests und ihrer Integration in den Entwicklungsprozess (CI), soll eine höhere Codequalität für viele solcher Projekte erreicht werden, für die automatisierte Performance-Überwachung bisher nicht wirtschaftlich war. Dabei werden die funktionalen Unit-Tests zu Performance-Tests erweitert und durch eine Erweiterung des Jenkins automatisiert getestet. Peass-CI-Plugin für Jenkins Server
Die Ergebnisse informieren dann über mögliche Regressionen der Performance.

Zusätzlich wird der Aufrufbaum analysiert und kombiniert mit den tatsächlichen Codeänderungen eine Ursachenanalyse erstellt, um die Softwareentwickler weiter zu unterstützen.
Die entwickelten Technologien bauen dabei maßgeblich auf den Arbeiten von David Georg Reichelt von der Universität Leipzig auf.

Konkret werden die Technologien anhand dreier aktiver Entwicklungsprojekte bei den Forschungspartnern erprobt: dem Hamburger Fahrgastleitsystem der HBT GmbH, dem Immobilieninformationssystem von GeoMap durch evermind GmbH und dem Android-Management-System durch IOTIQ.

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Stifterverband: evermind „Innovativ durch Forschung“

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft würdigt die Forschungstätigkeit der evermind GmbH